Überblick: Was ist FPV-Racing und wie funktioniert’s?

Wo der FPV-Flug genau seinen Ursprung hat, kann man lange und breit diskutieren. Fakt ist: Kaum eine FPV-Disziplin ist so aufregend und spaßig wie das sogenannte FPV-Racing. Bei dieser Kategorie des Modellflugs übernimmt der Pilot das Steuer eines kleinen Multicopters – auch FPV-Racer genannt – und fliegt den Quad aus der Sicht des Fluggeräts. Du steigst also im wahrsten Sinne in das Cockpit deines Racing-Quads und erlebst die Rennen nicht als Zuschauer, sondern aus der Ich-Perspektive des Fliegers. Neben Multicoptern werden FPV-Rennen auch mit Nurflüglern (Delta-Wings) geflogen, die aufgrund ihrer hohen Agilität gut für den Rennflug geeignet sind.

Sicherheit geht vor

Wichtig: Wer nicht auf einem Modellflugplatz unterwegs ist, sollte unbedingt mit dem Grundstücksbesitzer über die geplanten Flugaktivitäten sprechen, um unnötigen Ärger zu vermeiden. Auch eignet sich der zentrale Stadtpark an einem warmen Sommertag auf einem Sonntag nicht unbedingt als Ort für ein Rennen: Menschenansammlungen sind beim „wilden Fliegen“ zu meiden. Auf organisierten FPV-Races sieht das natürlich anders aus, hier weiß jeder Zuschauer, auf was er sich einlässt und es gibt oft sogar Fangnetze, die den Zuschauerbereich von der Rennstrecke trenne, um vom Kurs abgekommenen Drohnen zu stoppen, bevor sie Schaden anrichten können. Diese Schutzmaßnahmen gibt es auf der grünen Wiese nicht und viel Passanten sind sich nicht der potentiellen Gefahr und der Tatsache bewusst, dass sie sich gerade den Platz mit FPV-Drohnen teilen, die ein Renne absolvieren.

Streckenmarkierung

Beim FPV-Racing treten zwei oder mehr Piloten gegeneinander auf einem vorher festgelegten Racing-Track – der Rennstrecke an. Das kann bei professionellen Events ein sauber abgesteckter Track sein, für eine schnelle Runde nach Feierabend haben sich aber auch Bäume, Sträucher und weitere natürliche Landschaftsmerkmale als gute Eckpfeiler für eine FPV-Rennstrecke erwiesen. Gut zum Markieren von Eckpunkten haben sich Pylonen-Scheiben aus dem Sportbereich erwiesen. Wer viel auf Wiesen unterwegs ist, sollte darauf achten, Farben mit möglichst hohem Kontrast zum Grün des Rasens zu kaufen.


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Aber auch sogenannte Beach-Flags sind bestens zur Abgrenzung von Strecken geeignet. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass sich diese Flaggen nur durch Einbringung in den Boden befestigen lassen oder großflächige Gegengewichte benötigen, um nicht umzukippen. Das Aufstellen sollte deshalb unbedingt mit dem Grundbesitzer abgestimmt sein. Die kleinen Markierungsscheiben richten hingegen keinen Schaden an und liegen einfach auf dem Gras.


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Wer es richtig professionell aufziehen möchte, für den gibt es bereits vorgefertigte FPV-Tore zu kaufen. Diese erhöhen den Schwierigkeitsgrad des FPV-Tracks noch einmal deutlich, da das Tor auch die Höhe der Rennstrecke begrenzt, während Fahnen und andere flache Markierung in beinahe jeder Höhe zu umfliegen sind. Entsprechende Tore lassen sich entweder selber bauen (Pool-Nudeln sind ein guter Startpunkt) oder man entscheidet sich für eine fertige Lösung, welche sich zumeist relativ kompakt für Transport und Lagerung verstauen lässt. Am meisten Spaß macht das ganze natürlich, wenn man die Chance hat verschiedenste Elemente zu vermischen und auch natürliche Hindernisse, wie Fußballtore, Bäume oder Lampenpfosten mit in die Strecke einbauen kann.


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Landing-Pads  – Zielgerade und Boxenstopp

Wer das FPV-Racing ernst nimmt, wird früher oder später darauf kommen, dass das Starten des eigenen FPV-Racers aus hohem Gras heraus nicht funktioniert. Die Propeller verwickeln sich im Gras oder der Saft in den Grashalmen spritz den ganzen Mini-Quad voll und verklebt mit den Bauteilen. Die Lösung heißt: Landing-Pad. Ein Landing-Pad ist eine quadratische Unterlage, die meist aus wetterfester Kunststoffplane besteht. Zur Fixierung am Boden sind in den meisten Fällen in den Ecken Ösen angebracht, mit denen sich das Landing Pad unter Verwendung von einfachen Zeltheringen plan anbringen lässt. Jeder FPV-Pilot hat sein eigenes Landing-Pad. In der Praxis hat sich gezeigt, dass das Landing-Pad- ebenso wie der FPV-Racer selbst – ein sehr individueller Gegenstand sein kann, den die meisten Piloten nach eigenen Vorstellung gestallten. Natürlich gibt es auch schick aussehende fertige Landing-Pads zu kaufen. Die benötigte Größe ist natürlich in jedem Fall vom geflogenen Modell abhängig. In der Regel sind 40×40 bis 60×60 cm aber vollkommen ausreichen.


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Zeitmessung – der eigene Lap Timer

Wer das FPV-Racing auf die nächste Stufe heben will, der kümmert sich neben einem professionellen FPV-Frequenzmanagement auch um eine vollständig automatisierte Zeitmessung. Was bei einer Feierabendrunde mit Freunden sicherlich völliger Overkill ist, wird auf offiziellen FPV-Rennveranstalltungen durchaus regelmäßig eingesetzt: so genannte FPV Lap Timer. Kleine Sender werden dazu auf jedem Fluggerät angebracht, welche jeden FPV-Racing-Quad mit einer eindeutigen Signatur identifizieren. An bestimmten Stellen im Track werden dann mithilfe passender Empfänger die Zeiten zwischen einzelnen Streckenabschnitten oder Runden gemessen. Eine meist integrierte Softwarelösung bietet dann die Möglichkeit, die Daten aller Piloten – wie im TV – übersichtlich darzustellen. Als Zuschauer weiß man dann genau, wie es gerade um die einzelnen Rennteilnehmer steht. Und für den erst Platzierten steht am Ende nicht nur fest, dass ihm der Gewinn gebührt, sondern er kann auch sehen, wie viel er schneller war als der Kontrahent auf Platz zwei.


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